FAQ | Häufig gestellte Fragen

Wie viele Asylbewerber kann Hofen aufnehmen?

In drei Gebäuden können 243 Menschen aufgenommen werden.

Woher kommen die Menschen?

Die Menschen kommen aus Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien, aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, Kosovo, Nigeria, Eritrea, Pakistan, Indien, Gambia u.a.. Welche Menschen letztendlich kommen, hängt von den Entwicklungen in den Krisenregionen ab. Die Stadtverwaltung erfährt immer erst wenige Tage vorher, wann und wie viele Menschen zugewiesen werden und aus welchen Ländern sie kommen.

Welche Menschen kommen?

Es werden etwa 60% Familien mit Kindern erwartet und 40% alleinstehende Frauen und Männer. Dies kann anfangs noch variieren.

Kann es Probleme geben wegen der unterschiedlichen Herkunft der Bewohner?

Selbstverständlich wird darauf geachtet, dass Familienangehörige gemeinsam untergebracht werden. Die Betreiberin „Arbeitsgemeinschaft Dritte Welt“ hat Erfahrung in diesem Bereich und wird versuchen, den Bedürfnissen der unterschiedlichen Bewohner gerecht zu werden. Neuralgische Punkte werden die Gemeinschaftseinrichtungen sein, wie z. B. die Küche und die Waschküche.

Gibt es ein Konzept zur Vermittlung der deutschen Sprache?

Die Flüchtlinge haben grundsätzlich Anspruch auf 200 Stunden Deutsch-Unterricht, die von ausgebildeten Lehrkräften des städtischen Trägernetzwerks erteilt werden. Darüberhinaus sind Angebote zur niederschwelligen Sprachförderung und zur Hausaufgabenhilfe durch Ehrenamtliche geplant.

Wie werden die Menschen versorgt?

Die Menschen erhalten die sog. Grundsicherung, d.h. Geldleistungen nach dem SGDB ("Hartz IV") abzüglich 10% (Energiekosten), so dass sie sich selbst versorgen können. Die Wohngebäude sind mit ausreichend sanitären Einrichtungen und mit einer großen Gemeinschaftsküche ausgestattet.

Welches Betreuungskonzept gibt es?

Es gibt ein Team von vier SozialarbeiterInnen (31/2-Stellen), die tagsüber (nachts sind nur die Bewohner im Haus) zusammen mit der Hausleitung für die Belange der Bewohner da sind. Sie sind die ersten Ansprechpartner und sorgen dafür, dass die Bewohner möglichst schnell mit den hiesigen Gegebenheiten klarkommen. Die Betreuer verstehen sich als Ratgeber und Anleiter, nicht als Menschen, die den Flüchtlingen „alles abnehmen“. Das Haus wird offen geführt, d.h. Kontakte zur einheimischen Bevölkerung sind möglich und gewollt. Der Unterstützerkreis sollte vor allem dafür da sein, einen Mehrwert an Leben zu ermöglichen, menschliche Nähe herstellen, eine Aura der Gastlichkeit, ein Stück Heimat schaffen.

Gibt es in Hofen Gemeinschaftsräume, die für Gruppenangebote genutzt werden können?

Im mittleren der drei Gebäude gibt es im Erdgeschoss Räume, die für die gemeinschaftlichen Belange der Bewohner zur Verfügung stehen (Küche; Büroräume der Hausverwaltung und der Sozialpädagogen; Kleiderkammer, Beratungsräume; Gruppenraum)
Es gibt darüber hinaus in Hofen Gemeinderäume in den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, die ebenfalls nach Absprache für Gruppenaktivitäten genutzt werden können.

Gibt es bereits Gruppenangebote?

Es gibt von Seiten des Unterstützerkreises Projektgruppen, die nach Eintreffen der Flüchtlinge ihre Arbeit aufnehmen können und das je nach Bedarf auch tun werden.

Welche Angebote werden noch gebraucht?

Dies wird in Erfahrung gebracht, sobald die ersten Bewohner angekommen sind.

Wo und wann kann ich Sachspenden abgeben?

Zur Zeit hat sich Walter Häbe, Tel. 0711/533882 zur Annahme der Sachspenden bereit erklärt.

Worauf muss ich bei Sachspenden achten?

Es gibt nur einen Raum in der Unterkunft, der zur Lagerung von Spenden genutzt werden kann. Deshalb: Nur das spenden, was gerade gebraucht wird (siehe Aktuelles)

Wie kann ich mit Flüchtlingen unkompliziert Kontakt aufnehmen?

In den ersten Tagen ihrer Ankunft werden diese Menschen vermutlich erstmal ihre Ruhe wollen. Aber wenn dann die ersten Projektgruppen anlaufen, kann die Arbeit in einer Projektgruppe einen ersten Kontakt ermöglichen. Bei der Abgabe von Sachspenden zu den Öffnungszeiten der Kleiderkammer kann die Gelegenheit genutzt werden, den einen oder anderen Bewohner anzusprechen. Im Übrigen gilt: Offen sein für die Wahrnehmung, dass fremde Menschen unter uns sind, die sich noch nicht auskennen und manches nicht verstehen. Wir können sie freundlich ansprechen und unsere Hilfe anbieten, auch das eine gute Kontaktmöglichkeit.

Wer schützt die Flüchtlinge in der Nacht?

Nachts sind die Bewohner allein. Vermutlich wird die Polizei eine erhöhte Alarmbereitschaft haben und häufiger mit ihrer Streife vorbeifahren. Glücklicherweise gibt es in Hofen und Umgebung keine auffällige rechte Szene und bislang keine negativen Erfahrungen in dieser Hinsicht. Über das Sicherheitsempfinden von Bewohnern wie Anwohnern werden aber alle Beteiligten miteinander im Gespräch bleiben müssen.

Hat die Polizei einen Beauftragten für die Flüchtlinge in Hofen?

Polizeihauptkommissar Werner Mast hat angeboten, bei etwaigen Schwierigkeiten oder im Konfliktfall als Vermittler zur Verfügung zu stehen. Man kann mit ihm Kontakt aufnehmen unter der Emailadresse: werner.mast@polizei.bwl.de.